Bayern, Deutschland, Landshut
KlausH
Mein Leben lang beschäftige ich mich schon mit Fahrradfahren, habe verschiedene Marathons gefahren genoss das Leben, bis zum Tag X im April 2008, ein Verkehrsunfall an einem verregneten Freitagabend hätte mich fast das Leben gekostet, ein Auto rammte mich mit ca. 60 km/H (ich ohne Helm) von der Strasse, der Einschlag auf der Windschutzscheibe war so heftig, daß die A-Säule platt und das Auto Totalschaden war. Zwei Wirbelbrüche, vier Wochen liegen, ein paar Tage Intensiv-Station, vier Wochen Qual, kein Aufsitzen, alles im Liegen erledigen, nachdenken über das Leben und Sinn und Zweck; vier Wochen in denen ich auch sehr liebe Leute kennengelernt habe, manche hab ich durch die schlechte Laune vergrault, manche sind geblieben, ich hatte ein Ziel, ich will wieder fahren. Hier lernte ich eine Frau kennen, die mir von einem Verein für Lebensfreude e.V. Frontenhausen, wo Kindern geholfen wird, denen es noch viel schlechter ging und geht, als mir damals.
Nach weiteren 4 Wochen Reha (in denen ich wieder laufen lernen durfte, da die Muskeln total abgeschlafft waren. Ich habe gekämpft und war schon in der Reha wieder aufm Rad (heimlich eine Stunde), nach der Reha fuhr ich 80km mit dem Rad nach Hause.
Ein Jahr drauf, sozusagen als Dankeschön an den Herrn, war ich von meinem Heimatort unterwegs nach Santiago de Compostela in Nordspanien, 2600km in 4 Wochen, dieses Jahr durchfuhr ich Schottland, Irland und Südengland auch in 4 Wochen, wieder für den o.g. Verein.
Sogar im Jahr des Unfalls, etwa 2 Monate später, war ich in 4 Tagen von mir aus über den Donauradweg nach Basel unterwegs mit einem guten Freund.
Das Rad hat mich gerettet, so oder so....