
Wahrscheinlich lag es an Jack London. Zu meinem 18. Geburtstag bekam ich ein Dreierpaket mit seinen Welterfolgen Wolfsblut, Lockruf des Goldes und Der Ruf der Wildnis. Ich verschlang seine Geschichten aus dem rauen Norden und war infiziert. Endlose Weiten, unberührte Natur und überall Abenteuer – Nordamerika wurde zu meinem Traumziel. Aber auch verdammt weit weg. So suchte ich kurz nach der Schule in Lappland die ersten Nordlanderfahrungen und wurde noch sehnsüchtiger... |
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1. Das Birkenrinden-Kanu, April/Mai 2010Ich möchte für die Tour ein indianisches Kanu bauen. Nicht nur als Türöffner, auch weil es für mich die logische Konsequenz aus dem Wunsch nach den Begegnungen mit den Ureinwohnern entlang des Flusses ist. OK, und weil es toll aussieht. In den Wäldern Ontarios lebt einer der wenigen Kanubauer, von denen ich den Bau noch lernen kann. In meinem Blog zeige ich euch wie das Kanu entstanden ist. 2. Chilkoot Trail, Juni 2010Die ersten gut 50 Kilometer der Tour zu den Quellseen könnten die anstregendsten werden. Von Meereshöhe auf über 1000 Meter, mit einem schweren Rucksack und einem kaputten Knie. Musste vor fünf Jahren eine schwere Operation über mich ergehen lassen und habe mich davon bis heute nicht erholt. Hoffentlich war die Vorbereitung ausreichend und das Knie hält... 3. Die Quellseen des Yukon, Juni 2010Die Landschaft hier oben ist atemberaubend. Und nahezu menschenleer. Aber der Wind kann auch zur Herausforderung und Gefahr werden. Wenn er das Wasser aufpeitscht, bin ich vielleicht für Tage ans Ufer gefesselt. Und was, wenn Eisblöcke den Wasserlauf blockieren ?
6. Yukon Flats, Juli 2010Hinter Circle, Alaska beginnen die berüchtigten Yukon Flats, ein Sumpfgebiet, in das sich der Fluss in unzähligen Seitenarmen verzweigt. Wo die Hauptströmung verläuft und welches der schnellste Weg aus diesem Wasserlabyrinth ist, lässt sich kaum feststellen. Hier wird sich zeigen, wie geduldig und demütig ich angesichtes des zähen Vorankommens und der nervigen Moskitos sein kann.
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![]() 4. Five Finger Rapids, Juni 2010Hinter Carmacks formen mächtige Felsen im Fluss die berühmt-berüchtigten Five Finger Rapids. Früher eine gefährliche Stromschnelle, an der zahllose Boote zerschellten. Heute, nach Sprengarbeiten, weit harmloser, aber nicht zu unterschätzen und je nach Wasserstand durchaus noch Wildwasser II-III. Ich habe Bilder aus dem letzten Jahr gesehen, als die Wellen im Juni fast mannshoch in Kanus schlugen. Eigentlich will ich nicht umtragen. Aber so früh zu kentern und vielleicht die Ausrüstung verlieren, wäre auch blöd. Face your fears ;-) 5. Am Polarkreis, Juli 2010Für eine kurze Zeit verläuft der Yukon nördlich des Polarkreises. Klar, dass dieser ‚höchste’ Punkt der Tour ein besonderer ist. Für mich schließt sich hier auch ein kleiner Kreis. Einmal zuvor erst stand ich am Polarkreis. In Lappland, Anfang der 90er, als ich dem Mythos Alaska in Europa näher kommen wollte. Und jetzt bin ich tatsächlich da, wo ich immer hin wollte. ![]() |