Deutschland,
Claudia
Mein Name ist Claudia Reuter, 30 Jahre alt und ich habe mich entschlossen meine Zeit und Kraft benachteiligten Kindern zu widmen. Am 25. März 2009 beginne ich meine – mindestens 1-jährige Reise – nach Guatemala Stadt, zu einem herzzerreißenden Ort, wo Kinder in den verschmutzten Bedingungen einer Müllhalde leben müssen….
In den letzten Jahren wandte ich mein Leben immer mehr dem Ziel zu, Kindern ein besseres Leben zu ermöglichen; unter anderem als ehrenamtliches Mitglied von "Terre des Hommes" im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit und entwicklungspolitischer Bildungsarbeit.
Aufgrund dessen war es an der Zeit im Mai 2008 meinen Job in einem großen und erfolgreichen Unternehmen zu verlassen, so folgte ich meinem Herzen und kann meinen gesamten Einsatz nun den Kindern geben.
Im Anschluss, Juni 2008, begann ich in den USA als Gruppenleiterin in einem Camp in New Hampshire zu arbeiten, Kinder zu betreuen und ihre Bedürfnisse sowie ihre Stärken zu fördern. Damit konnte ich perfekt auf meinen vorherigen Erfahrungen aufbauen, als ich im Süden Europas zwischen 2004 und 2005 als Kinderanimateurin arbeitete.
Ende Oktober 2008 kehrte ich dann nach Deutschland zurück und begann in der Redaktion einer Lokalzeitung zu arbeiten, während ich dabei war Geld für meinen Guatemala-Trip zu sammeln.
Leider war diese Arbeit unentgeltlich, hatte aber wiederum viel Freiheit und Verantwortung, z.B. bei der Organisation verschiedener Veranstaltungen und beim Schreiben von Artikeln, wo ich meine Kenntnisse für ein ganz besonderes Projekt einsetzen konnte. In Zusammenarbeit mit der "Kindernothilfe" wurde Geld gesammelt, um ein Jugendhaus in einer der vielen Favelas in Brasilien aufzubauen. Eine wunderbare Möglichkeit bietet sich für mich auch nun, nämlich über "Camino Seguro – Safe Passage" zu berichten. Ich hoffe sehr, dass dies viele Menschen erreichen wird und sie inspirieren wird auch eine positive Veränderung in dem Leben Anderer zu machen.
Hier sehe ich klar meine Stärken und Qualitäten. Ich möchte etwas wie ein "Kontaktstück" zwischen Menschen sein. Mein Ziel ist es Dinge öffentlich zu machen, aufzuklären über Missstände und Kinderrechte – Helfen durch Informieren – lautet die Divise, denn zu viele Menschen denken noch immer, dass diese Dinge weit weg geschehen. Dies zu denken, ist jedoch verantwortungslos und ich möchte Menschen dafür sensibilisieren. Es ist eine Welt und wir alle tragen Verantwortung. Insbesondere aufgrund unserer Möglichkeiten, sind wir angehalten Anderen zu helfen.
Kinder sind die wundervollsten und unschuldigsten Wesen, die unsere Zukunft bedeuten und eines besonderen Schutzes bedürfen und eine besondere Förderung benötigen. Schon mit einem kleinen Beitrag kannst du eine große Veränderung bewirken!
Das Projekt mit den Kindern von der größten Müllkippe Mittelamerikas hat einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen, ich war beeindruckt über die harte Arbeit und das Engagement Hanley Dennings, der Gründerin des Projektes, sowie über die Professionalität mit der "Camino Seguro" arbeitet. Für mich war einfach (nach einer ¾-jährigen Entscheidungszeit) klar, ich möchte dort wirklich hingehen. Ich bin so begeistert und sicher, dass ich daraus einen großen Erfolg machen kann in jeder Hinsicht.
Camino Seguro – Safe Passage
Camino Seguro möchte die ärmsten und gefährdetsten Kinder, durch die Kraft von Bildung und er Wertschätzung der Würde, stärken. Die Familien der Kinder arbeiten täglich auf der Müllhalde von Guatemala Stadt, um nach Essbarem zu suchen oder nach etwas, was Sie verkaufen könnten.
Camino Seguro begann mit der Förderung von 40 Kindern und hat nun über 600. Volontäre arbeiten gemeinsam mit dem guatemaltekischen Personal in Guatemala Stadt zusammen, um den Kindern eine Ausbildung und emotionale Unterstützung zu geben, was so notwendig ist, um eine Alternative zu bieten auszubrechen und wegzukommen von dem aus extremer Armut, Drogenabhängigkeit, Kriminalität und Gewaltgeprägten Teufelskreis zu entfliehen.
Camino Seguro wurde im Dezember 1999 von Hanley Denning gegründet, die im Januar 2007 leider bei einem Autounfall zwischen den Programmstädten Guatemala Stadt und Antigua ums Leben kam. Trotz dessen geht die Arbeit unermüdlich weiter und Camino Seguro bietet nach wie vor Hoffnung und Hilfe für die Kinder von der Müllhalde.
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Dafür, dass das Projekt überhaupt umsgetzt werden und den Kindern geholfen werden kann, sind Spenden und Volontäre notwendig. Ich werde eine von diesen sein und bin stolz ein Teil davon zu sein und meine Zeit sowie mein Wissen dort einzubringen; jedoch bin auch ich abhängig von Spenden. Der Aufenthalt für ein Jahr liegt bei über 6.000 Euro und ist bis zu 60 % für die Familie, in der ich leben werde, einschließlich Verpflegung (– außer sonntags). Der Rest ist für Transport und ein monatliches Taschengeld in Höhe von 30 Euro. Ich möchte mitteilen, dass das nicht nur eine Investition während meiner Zeit bei Camino Seguro ist, sowie dass das nicht "nur" ein soziales Jahr sein wird – es geht um die Zukunft vieler weiterer Kinder! Ich möchte damit weiter machen in Form von – Öffentlichkeitsarbeit – denn es ist so notwendig und eine Sache persönlicher Bedeutung.
Ich möchte etwas verändern in den Köpfen der Menschen!
Trotz aller Schwierigkeiten – denn nach weit über 700 angeschriebenen Leuten und nur 22 Rückmeldungen, habe ich gerade mal das Geld für 3 Monate zusammen, obwohl 12 sind angedacht sind – freue ich mich jeden Tag diese Entscheidung getroffen zu haben und sehe der bereichernden Zeit, in einem Land, wo Menschen abhängen von der Hilfe anderer, freudig entgegen.
In genau 5 Tagen geht's los – ich bin aufgeregt!
Alles Liebe,
Claudia