25 | Mai | 2016

Daypack vs. Wanderrucksack – Unterschiede und Vorteile der jeweiligen Modelle

Wenn man heute in den Bergen unterwegs ist, sieht man viele Wanderer mit einem Tagesrucksack. Obwohl sich das Packvolumen eines Wanderrucksacks kaum von dem eines Daypacks unterscheidet, ist die Ausstattung doch wesentlich funktionaler und komfortabler. Wir erklären dir die spezifischen Anforderungen und Eigenschaften der verschiedenen Modelle und zeigen dir, für welchen Einsatz der jeweilige Rucksack-Typ geeignet ist.


Wodurch zeichnet sich ein guter Tagesrucksack aus?

Unter Daypack versteht man einen einfachen und leichten Rucksack ohne Gestell, der genügend Stauraum für alltägliche Gebrauchsgegenstände, aber auch das Gepäck für  einen Tagesausflug bietet. Er sollte aus einem robusten Material gefertigt und hochwertig verarbeitet sein, um dir möglichst lange treue Dienste zu leisten. Durch seine alltagstaugliche Konzipierung stehen hier ästhetische und praktische Ansprüche im Vordergrund, während dem Tragekomfort häufig eine untergeordnete Rolle beigemessen wird. Tagesrucksäcke sind die idealen Begleiter für die Uni oder die Arbeit, zum Einkaufen oder für Ausflüge. Sie sollen dir den Alltag erleichtern, dir die Hände frei halten und für Ordnung sorgen. Ein gepolstertes Laptopfach ist heutzutage ein Muss für einen guten Tagesrucksack, ebenso diverse Sortiermöglichkeiten. Obwohl ein hochwertiger Daypack durchaus für sportliche Aktivitäten ausgelegt ist und daher mit einem entsprechenden Rückensystem für ausreichend Luftzirkulation sorgt, ist er nicht so komfortabel für Wanderungen, auf denen man auch mal richtig ins Schwitzen kommt. Natürlich scheitert ein solches Vorhaben nicht an der Wahl des Rucksacks, aber du lässt dir einigen Komfort entgehen.

Was macht einen guten Wanderrucksack aus?

Neben langlebigen und robusten Materialen, sowie einer hochwertigen Verarbeitung ist bei Wanderrucksäcken das Tragesystem von großer Bedeutung. Es bietet eine gute Lastenkotrolle, belüftet den Rücken optimal und ermöglicht dem Träger, den Rucksack über Brust und Hüftgurte am Rücken zu fixieren. Zudem sollte es möglichst leicht sein, um dich zu entlasten und deine Tour nicht unnötig zu erschweren. Bei Tatonka sind alle Wanderrucksäcke mit dem innovativen X Vent Zero-Tragesystem ausgestattet, das durch zwei x-förmig angeordnete, aufspannbare Fiberglasstäbe am Rucksackrücken für ein Höchstmaß an Luftzirkulation sorgt. Bei diesem leichten System wurde bewusst auf eine Netzkonstruktion verzichtet, um unnötiges Gewicht zu sparen. Außerdem lässt es sich stufenlos auf- und abspannen, um den Rucksack nach individuellen Bedürfnissen tragen zu können – mit wenig Rückenkontakt für bestmögliche Belüftung oder kraftschlüssig direkt am Rücken. Größere Touren- oder Wanderrucksäcke, wie der King Peaks 45, werden aufgrund ihres größeren Packvolumens mit dem X Vent Zero Plus-Tragesystem versehen. Dieses Rückensystem funktioniert genauso wie das X Vent Zero, es kann jedoch zusätzlich in der Rückenlänge eingestellt werden und leitet so einen Teil der Last in den anatomisch geformten und gut belüfteten Hüftgurt ab.

Neben diesem wichtigsten Unterschied zu Daypacks, gibt es auch bei den Features einiges zu beachten. Materialschlaufen – speziell eine Wanderstockhalterung und eine Helmhalterung - geben dir die Möglichkeit Ausrüstungsgegenstände außen am Rucksack zu befestigen. Seitliche Kompressionsriemen erlauben dir zudem, den Rucksack samt Inhalt zu komprimieren, dass er besser sitzt und nicht „herumschlackert“. Um bei anstrengenden Touren den Wasserverlust ausgleichen zu können, ist außerdem eine Trinksystemvorbereitung empfehlenswert. Sie erlaubt es dir, eine Trinkblase im Rucksackinneren anzubringen und den Trinkschlauch über eine vorbereitete Öffnung am Trageriemen zu befestigen. So kannst du deinen Durst löschen, ohne dabei ständig den Rucksack absetzen zu müssen. Und sollte dir das Wetter einmal einen Strich durch die Rechnung machen, schützt eine Regenhülle dein Gepäck zuverlässig vor Nässe. Bei Tatonka Rucksäcken ist diese bereits integriert. Nicht zuletzt kann eine Signalpfeife am Brustgurt von Vorteil sein, um im Notfall schnell und effektiv auf dich aufmerksam machen zu können.

Daypack vs. Wanderrucksack – wer soll dich auf die nächste Wanderung begleiten?

Es ist verständlich, dass viele Hobbywanderer sich bei ihren Touren mit einem Tagesrucksack begnügen, schließlich leistet der treue Begleiter auch im Alltag hilfreiche Dienste, und es wäre ja wünschenswert, mit ein und demselben Rucksackmodell den unterschiedlichsten Aktivitäten nachgehen zu können. Für Ausflüge oder ausgedehnte Spaziergänge ist ein hochwertiger Daypack natürlich geeignet.

Anders sieht die Situation jedoch aus, wenn es um tatsächliche Wanderungen geht. Hier ist es unbedingt empfehlenswert, sich für ein entsprechend ausgerichtetes Modell zu entscheiden, um sich die Tour nicht von seinem Rucksack verleiden zu lassen. Unangenehme Druckstellen, ein schlechter Sitz oder schweißdurchdrängte Kleidung sollte kein Bestandteil einer gelungenen Wandertour sein. Am besten informierst du dich bei einem Fachhändler in deiner Nähe über deine Möglichkeiten und trägst einige Modelle Probe – dann wirst du sehen, welche Erleichterung dir ein guter Wanderrucksack bietet.

 

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