Verhaltensregeln für Vietnam

5 Tipps und Benimmregeln für deine Reise nach Vietnam

Wer nach Vietnam fährt, darf sich auf eine tolle Reise in ein hochinteressantes Land freuen. Wie du im Umgang mit den Vietnamesen punktest und sich dir vielleicht ein paar unverhoffte Türen öffnen, erfährst du in diesem Beitrag.

Du fährst nach Vietnam? Da können wir dich zu deiner Wahl nur beglückwünschen. Vietnam ist ein spannendes, vielfältiges und wunderschönes Land – und außerdem unser Produktionsstandort. Über unsere Tatonka OpenFactory kannst du dich hier informieren.

Vietnam hat eine faszinierende und vielschichtige Kultur. Viele Vietnamesen haben traditionelle Werte, aber vor allem die junge Generation ist modern, zukunftsorientiert und gebildet. Dennoch gibt es wichtige Punkte, in denen sich die vietnamesische Kultur von der deutschen unterscheidet. Damit du auf deiner Reise in Vietnam im Umgang mit den Locals eine gute Figur machst und Fettnäpfchen vermeidest, findest du hier fünf Verhaltensregeln für Vietnam.

1.      Immer schön freundlich bleiben

Die wichtigste Regel, an die du dich stets halten solltest, ist wohl diese hier. Mit einem freundlichen Lächeln und höflichem Verhalten kommst du weiter als mit Wut, Ärger und Geschrei. Wer sich aufregt, verliert sein Gesicht und so den Respekt seines Gegenübers.

Gewöhne dir am besten an, einfach immer ein leises Lächeln auf den Lippen zu haben. Du wirst erstaunt sein, wie viele Türen sich dir öffnen werden. Dir wird durch diese neue Angewohnheit auffallen, wie wenig wir Deutsche normalerweise lächeln. Kein Wunder, dass wir einen Ruf als sehr ernstes Volk haben!

Wenn du an einem Angebot nicht interessiert bist, wirkt es wahre Wunder, wenn du freundlich lächelnd „No, thank you“ sagst. Die meisten Verkäufer lassen dich sofort in Ruhe, wohingegen grimmig dreinblickende Touristen bis zum Abwinken belästigt werden.

2.      Entdecke deinen inneren Händler

Ja, ich weiß, am Anfang kommt man sich unglaublich doof vor, wenn man einen Souvenirverkäufer im Preis seiner Waren drücken will. Es gibt jedoch zwei gute Gründe dafür, trotzdem zu verhandeln: Erstens ist Verhandeln integraler Bestandteil der vietnamesischen Kultur und wird erwartet. Zweitens hilfst du so, die allgemeinen Preise auf einem verträglichen Niveau zu halten. Nur in Restaurants und Supermärkten zahlen alle, was angeschrieben steht.

Außerdem macht es unheimlich viel Spaß, wenn man es locker sieht. Je kreativer deine Argumente sind, um den Preis zu senken, umso mehr Respekt hat der Verkäufer vor dir. Und nicht vergessen – lächeln!

Was ebenfalls gerne gesehen wird: Überreiche und empfange Geld immer mit beiden Händen. Dies ist in ganz Südostasien und im Mittleren Osten Brauch und eine Geste des Respekts. Geld mit einer Hand zu geben wird als herablassend empfunden.

3.      Kleider machen Leute

Vietnamesen achten sehr auf ihr Äußeres und auch auf das ihres Gegenübers. Die Textilindustrie des Landes floriert, entsprechend riesig ist die Auswahl für Locals und Touristen. Da herrscht auf Seiten der Vietnamesen oft Unverständnis darüber, wie die reichen europäischen Backpacker sich so nachlässig kleiden können.

Jogginghose, ausgeleiertes Tanktop und kurze Strandkleider solltest du daher wirklich nur am Strand tragen. Trittst du den Vietnamesen hingegen in einem ordentlichen Hemd oder Shirt und einer langen Hose entgegen, wird man auch dir mit mehr Offenheit und Höflichkeit begegnen. Es muss ja keine Jeans sein: Lockere Leinenhosen sind luftdurchlässig und sehr bequem.

Außerdem sollte man nicht komplett verschwitzt den Kontakt mit Einheimischen suchen. Schwitzen, genauso wie dreckige Fingernägel oder ein dunkler Teint sind Zeichen harter Arbeit und werden mit einer schlechten Herkunft assoziiert. Achte also darauf, dass du neben deiner Kleidung auch deinen Körper pflegst.

4.      Essen und Trinken auf Vietnamesisch

Im Restaurant oder der Straßenküche geht es anders zu als daheim. Suppen sind oft heiß und werden daher von allen Anwesenden mit viel Geschlürfe getrunken. Du machst nichts falsch, wenn du deine Suppe leise isst – aber ein bisschen Spaß macht das lautstarke Schlürfen ja schon…

Wichtig ist, dass du deine Stäbchen nach dem Essen quer über den Teller oder die Schüssel legst und nicht hineinlegst wie einen Suppenlöffel. Auch darfst du deine Stäbchen niemals im Reis stecken lassen – das wird als Unglücksbringer gesehen!

Trinkgeld ist in vietnamesischen Restaurants und Straßenküchen unüblich. Gerade in gehobenen Restaurants aber freut sich der Kellner sicher darüber – er oder sie ist im Gegensatz zu den kleinen Straßenküchen angestellt und freut sich daher über eine Aufbesserung des Gehalts.

5.      Weitere nützliche Gesten und Benimmregeln

In Vietnam gibt man sich zur Begrüßung die Hand. Zuerst werden die Älteren begrüßt, dann die anderen. Geprostet wird mit beiden Händen am Getränk und man sieht sich, wie bei uns, dabei in die Augen.

Frauen sind in Vietnam vor dem Gesetz und in der Gesellschaft gleichgestellt. Hier musst du also keine Befürchtungen haben, in ein Fettnäpfchen zu treten. Du kannst dich als Frau ganz normal mit Männern unterhalten und als Mann mit Frauen.

Abschließend noch ein universal geltender Rat: Bitte frage vor dem Fotografieren von Menschen oder privaten Häusern, Motorrädern oder Autos, ob du das auch darfst. Du würdest es auch als unhöflich empfinden, wenn dir zuhause ein asiatischer Tourist seine Kamera ins Gesicht hält.