Für jede Tour braucht man einen Dach über dem Kopf

Eine gelungene Tour hängt auch von der Form und dem Gewicht des Zeltes ab // Das wissen die Zeltexperten von Tatonka und haben für jede Herausforderung das passende Zelt entwickelt - von klein und leicht bis groß und komfortabel.

Die Zeiten, in denen ein Zelt aus Boden, Dach und ein paar Heringen bestand, sind lange vorbei. Tatonka-Zelte sind hochfunktionale Hightech-Produkte, die in Kontruktion und Materialien perfekt auf ihren Einsatzzweck ausgelegt sind. Die Auswahl ist groß, die richtige Entscheidung nicht leicht. Bei Fragen stehen dir die Berater in deinem Fachgeschäft jederzeit gerne zur Verfügung - damit du bei allen Touren auf jeden Fall das richtige Dach über dem Kopf hast.

Um den Leistungsumfang unserer Zelte voll ausnutzen zu können und lange Freude daran zu haben, solltest du unbedingt die Anwendungs- und Pflegehinweise beachten - so wie bei jedem anderen empfindlichen technischen "Gerät" auch. Die wichtigsten Hinweise zum Umgang mit Zelten haben wir hier ebenso für dich zusammengestellt.


Tatonka bietet drei Zeltlinien an, zur Verfügung stehen jeweils diverse Größen. Die Zeltlinien unterscheiden sich in Material und Ausstattung:

Allround

Die Allround-Zelte von Tatonka sind sehr robust, und sie eignen sich hervorragend für das Zelten unter normalen klimatischen Bedingungen. Vom Einmannzelt bis zum stehhohen Familienzelt steht hier die größte Auswahl zur Verfügung. Die kleinen Modelle können durchaus auch im Trekkingrucksack verstaut werden.

Advanced

Die Advanced-Zelte bieten aufgrund der Materialeigenschaften des Außenzeltes eine höhere UV-Stabilität und Haltbarkeit. Sie sind außerdem insgesamt länger, mit einem längeren Innenzelt und großzügigen Apsiden ausgestattet. Diese Zelte empfehlen wir Leuten, die häufig im Jahr zelten, außerdem großgewachsenen Menschen und Vielmitnehmern.

Expert

Die Zelte der Expert-Linie sind besonders reißfest, äußerst langlebig und extrem leicht. Wir empfehlen sie Leuten, die häufig zelten, auch unter extremen Wetterbedingungen, und / oder die ein besonders leichtes Zelt benötigen.

Vor dem Kauf eines Zeltes gilt es sich zu überlegen, wann und wofür man es nutzen möchte. Folgende Aspekte sollte man berücksichtigen, um das optimale Zelt zu finden:

Personenzahl

Zelten Sie allein, mit der Familie oder mit einer Gruppe?

Gewicht / Packmaß

Benötigen Sie ein besonders leichtes Zelt mit geringem Packmaß, weil Sie es auf Trekkingtouren lange Strecken selbst tragen müssen oder weil Sie es z. B. auf eine Fahrrad- oder Paddeltour mitnehmen wollen?

Leichte Bedienbarkeit

Bauen Sie das Zelt täglich an einer anderen Stelle auf und ab?

Liegekomfort / Gepäckunterbringung

Suchen Sie ein vergleichsweise komfortables Zelt oder genügt Ihnen ein kleines Platzangebot? Wollen Sie beispielsweise auch Ihre Fahrräder in der Apsis unterbringen?

Prüfen der Vollständigkeit

  • Nichts ist ärgerlicher, als erst im Urlaub zu merken, dass man nicht genügend Heringe oder Abspannleinen mitgenommen, die Zeltunterlagen, oder gar das Außenzelt vergessen hat. Deshalb überprüfen Sie Ihr Zelt vor der Tour auf Vollständigkeit.
  • Bauen Sie ein neues Zelt mindestens einmal in Ruhe zu Hause auf, damit Sie mit dem Aufbau und den Details des Zeltes vertraut sind.

Wahl des richtigen Zeltplatzes

  • Bauen Sie Ihr Zelt nicht in einer Bodensenke auf – bei Regen droht Überschwemmung.
  • Bauen Sie ein neues Zelt mindestens einmal in Ruhe zu Hause auf, damit Sie mit dem Aufbau und den Details des Zeltes vertraut sind.
  • Zelten Sie möglichst im Schatten, um die UV-bedingte Alterung des Zeltmaterials zu vermindern.
  • Wählen Sie einen Platz, an dem ein „Lüftchen“ geht – im totalen Windschatten wird Ihr Zelt nicht ausreichend belüftet. Dann staut sich bei heißem Wetter die Hitze im Zelt, außerdem bildet sich mehr Kondensfeuchtigkeit.
  • Stellen Sie Ihr Zelt nicht unter einem großen, allein stehenden Baum auf, um die Gefahr eines Blitzschlags zu vermeiden.
  • Wenn Sie unter Bäumen zelten, kann Baumharz das Außenzelt verunreinigen. Dieses mindert die Funktion des Zeltes nicht, lässt sich jedoch auch nicht mehr entfernen, ohne die Außenhaut des Zeltes zu beschädigen.
  • Bevor Sie Ihr Zelt aufstellen, entfernen Sie scharfkantige Teile, Steine usw., und verwenden Sie zum Schutz des Zeltbodens eine Zeltunterlage.
  • Richten Sie Ihr Zelt möglichst mit der Stirnseite zur vorherrschenden Windrichtung aus. So gewährleisten Sie eine möglichst gute Belüftung und nutzen im Extremfall die Stabilitätsreserven des Zeltes voll aus.
  • Machen Sie sich die Mühe und spannen Sie Ihr Zelt an allen Abspannpunkten ab – es erhöht die Standfestigkeit.

Trocknung

  • Bewahren Sie Ihr Zelt niemals längere Zeit feucht auf – bereits eine feuchte Lagerung von ein bis zwei Tagen kann zu Materialverfärbungen und Schimmelflecken führen. Wenn Sie Ihr Zelt nass einpacken (müssen), muss es am selben Tag zum Trocknen wieder aufgebaut werden. Falls das nicht möglich ist, nehmen Sie es mindestens aus dem Packsack und breiten es an einem trockenen Ort aus. Spätestens am folgenden Tag sollte aber der Aufbau erfolgen.
  • Trocknen Sie Ihr Zelt nach jeder Tour, denn Kondensfeuchtigkeit entsteht bei jedem Wetter.
  • Um das Zelt von Kondenswasser zu trocknen, genügt es meist, das Zelt etwa 30 Minuten luftig auszulegen oder über eine Wäscheleine zu hängen. Trennen Sie dabei Innen- und Außenzelt, damit stellen Sie sicher, dass die Gewebe nicht aufeinander liegen.
  • Bei hoher Luftfeuchtigkeit oder nach Regen müssen Sie vor längerem Verstauen auf jeden Fall sicherstellen, dass das Material trocken ist.

Reinigung

  • Reinigen Sie, falls erforderlich, das Zelt von Hand (bis 30 Grad) mit einer milden Seifenlösung und einem weichen Schwamm – gut eignet sich z. B. Neutralseife.
  • Verwenden Sie keine Waschimprägnierungen oder andere Chemikalien.
  • Spülen Sie den Zeltstoff sorgfältig mit klarem Wasser aus.

Das Tatonka-Zelte ABC

Abspannleinen

Mit Abspannleinen machen Sie Ihr Zelt auch bei Wind und Regen standfest. Vorteil bei Tatonka-Zelten: Sie besitzen eine Aufrollvorrichtung für Abspannleinen, die den Abbau deutlich erleichtert und Verknotungen verhindert.

Für eine höhere Sichtbarkeit im Dunkeln sind die Schnüre der Allround-Serie mit Reflexhülsen gekennzeichnet, bei der Advanced- und Expert-Linie sind die gesamten Leinen reflektierend.

Apsiden

Als Apsiden werden Stauräume für das Gepäck bezeichnet, die sich im Zelt zwischen Innenzelt und Eingang befinden. Ein sauberer und trockener Aufbewahrungsort für alles, was nicht ins Innenzelt gehört. Eingänge Innenzelteingänge sind bei Tatonka-Zelten weit geschnitten und einfach mit einer Hand zu bedienen. In der Advanced- und Expert-Serie sind die kleinen Moskitofenster separat zu verschließen. Der komplette geöffnete Eingang kann in der seitlichen Tasche verstaut oder aufgerollt befestigt werden.

Gestänge

Beim Gestänge zählt höchste Qualität. Tatonka verwendet YUNAN-Zeltgestänge, da bei diesem Hersteller neben Qualität auch auf eine nachhaltige Produktion geachtet wird. YUNAN liefert Gestänge in zwei unterschiedlichen Aluminiumlegierungen, die je nach Zeltkategorie verwendet werden. Beide sind äußerst bruchfest, innen hohl, mit einem Gummiband verbunden und können so ganz leicht ineinandergesteckt werden.

Heringe

Unsere Zelte werden mit ausreichender Anzahl an Standardheringen geliefert. Diese Form deckt mindestens 90 Prozent aller Anwendungen ab. Wer mehr will, kann sich im Fachhandel zu Spezialheringen – beispielsweise für besonders sandige, harte, steinige oder schneebedeckte Untergründe – beraten lassen.

Lüfter

Lüfter sind abgedeckte Öffnungen in der Außenhaut des Zeltes, die der Luftzirkulation dienen. Sie können gesondert abgespannt werden und sind bei Tatonka wasserdicht verarbeitet. Dank eines steifen Gewebebandes lassen sich Tatonka-Lüfter auch nach vielen Einsätzen noch gut aufstellen. Alle Tatonka-Zelte verfügen über ausreichend viele Lüfter für eine optimale Luftzirkulation. Bei der Advanced- und der Expert-Linie sind die Lüfter von innen verschließbar.

Moskitofenster

Die Eingänge der Tatonka-Innenzelte besitzen separat verschließbare Moskitofenster, die in einer seitlich angebrachten Tasche verstaut werden können. Sie dienen der zusätzlichen Belüftung.

Pflege

Bitte lagern Sie Ihr Zelt nach einer Tour nur absolut trocken ein, um Beschädigungen an der Beschichtung zu vermeiden. Zelte sollten von Hand gewaschen werden, nie in der Waschmaschine. Schattige Aufstellplätze und Zeltunterlagen schützen das Material auf Ihren Touren.

Taschen

Seitliche Taschen in Kopfhöhe (im Liegen) bilden eine ideale Ablage, zum Beispiel für Brillen. Bei vielen Modellen finden Sie auch am Fußende Taschen, die man aufgerichtet bequem erreichen kann. In den Polar- und Alaskazelten gibt es zusätzlich eine herausnehmbare Apsidentasche sowie eine Himmeltasche für Sonnenbrille, Insektenspray oder andere Kleinigkeiten.Unterlagen Zeltunterlagen schützen den Zeltboden vor Schäden durch Steine, Äste etc. und wehren auch Nässe und Kälte länger ab. Apsidenunterlagen machen die Apsiden auch bei schlechtem Wetter und feuchtem Untergrund zu einem sauberen und trockenen Aufbewahrungsort.

UV-Strahlung

Zeltmaterialien, insbesondere der Außenstoff, unterliegen einem Alterungsprozess und verlieren im Laufe der Zeit an Reißfestigkeit. Hauptursache dafür ist die UV-Strahlung. Zelte mit Silikonbeschichtung sind deutlich beständiger als solche mit PU-Beschichtung. Um kein Risiko einzugehen, sollte man bei Zelten einen möglichst schattigen Aufstellort wählen.

Kondensfeuchtigkeit

Je nach Größe des Innenzeltes, der Anzahl der schlafenden Personen, Wetterlage und Untergrund entsteht in jedem Zelt mehr oder weniger Kondensfeuchtigkeit an der Innenseite des Außenzeltes. Das Zelt ist dann nicht undicht! Auch das Berühren des Außenzeltes führt dann nicht zu Undichtigkeit. Man kann Kondensfeuchtigkeit oft mit einfachen Mitteln vermindern.

Wasserdichtigkeit

Kein Zelt ist zu 100 Prozent wasserdicht, da an Verbundstellen, Nähten und Reißverschlüssen Wasser eindringen, aber eben auch nach außen abgeleitet werden kann – im Falle des Kondenswassers ein unverzichtbarer Vorgang.

Wassersäule

Die Wassersäule gibt an, wie hoch der Wasserdruck sein kann, bevor das Gewebe Feuchtigkeit durchlässt. Laut DIN gilt ein Wert von 1.500 mm als wasserdicht. Zeltböden müssen durch die punktuelle Belastung und Abrieb viel mehr aushalten. Bei silikonbeschichteten Außenzelten ist die Wassersäule zwar geringer als bei reinen PU-Beschichtungen, dieses wird aber durch den viel höheren und nachhaltigeren Abperleffekt mehr als ausgeglichen.