Island – ein Outdoor-Paradies mitten im Atlantik

Als Kulisse für faszinierende Landschafts- und Naturaufnahmen ist Island vielen aus Film und Fernsehen bekannt. Spätestens seit Blockbustern wie „Der Herr der Ringe“ oder „Game of Thrones“ ist die beeindruckende Vulkaninsel aus Feuer und Eis für viele Outdoor-Begeisterte der Inbegriff von Abenteuer. Und auch die erfolgreiche Teilnahme an der Fußball-EM 2016 hat den Bekanntheitsgrad von Island und seinen sympathischen Bewohnern enorm gesteigert. Höchste Zeit also, das Land und seine Menschen besser kennen zu lernen.


Im Folgenden möchten wir euch einen allgemeinen Einblick in das Land und seine Geschichte  geben sowie einige natürliche Superlative hervorheben. Zu den Themenschwerpunkten „Sehenswürdigkeiten in Island“, „Wandern in Island“ und „Trekking in Island“ werden wir darüber hinaus in einer Island-Serie weitere Artikel veröffentlichen und euch dieses Outdoor-Paradies näher bringen.

Island als Outdoor-Paradies

Die vielseitige und faszinierende Natur der Insel lädt Outdoor-Freunde dazu ein, sie auf unterschiedlichste Weise zu erkunden. Ob zu Fuß und mit voller Outdoor-Montur, auf dem Rücken eines Pferdes oder komfortabel mit fahrbarem Untersatz, bleibt dabei jedem selbst überlassen. Wichtig ist nur eine frühzeitige und detaillierte Planung, dann steht einem beeindruckenden Abenteuer nichts mehr im Weg.

Wichtige Fakten rund um den Inselstaat

Mit einer Gesamtfläche von 103.000 km² ist Island nach Großbritannien der zweitgrößte Inselstaat Europas, wobei nicht nur die Hauptinsel, sondern noch eine Reihe kleinerer Inseln dazu gerechnet werden. Mit einer Gesamtbevölkerungsanzahl von 334.300 Menschen leben dort gerade mal so viele Menschen wie in einer mittelgroßen Stadt in Deutschland, wobei mehr als 90% davon in den Stadtgebieten der Küstenregionen leben - vornehmlich im Ballungsraum von Reykjavik, der Hauptstadt Islands.

Durch seine Lage südlich des nördlichen Polarkreises kann man in Island regelmäßig die beeindruckenden Farb- und Lichtspiele der Nordlichter bewundern, die mit zum mystischen Charakter der Insel beitragen. Die von markanten Fjorden geprägte Küste ist insgesamt  4.970 km lang und durch die sogenannte Ringstraße für Einwohner und Besucher verkehrstauglich erschlossen. Das Landesinnere demgegenüber ist größtenteils von Periglazialwüsten und Gletschern geprägt und aufgrund der harten klimatischen Bedingungen kaum von Menschen bewohnbar.

Landschaftliche Besonderheiten Islands

Die Insel Island zeichnet sich durch viele Hochebenen und Bergpässe aus, wobei ihr höchster Punkt auf dem Hvannadalshaúkur im Vulkanmassiv Öræfajökull (2.110 m) angesiedelt ist. Durch seine außergewöhnliche Lage auf dem Mittelatlantischen Rücken ist Island sowohl Teil der Nordamerikanischen als auch der Eurasischen Platte und kann sich daher über eine Vielzahl an aktiven Vulkanen freuen. Mit insgesamt 30 Vulkansystemen ist Island die größte Vulkaninsel der Erde, wobei der Eyjafjallajökull wohl zu den bekanntesten zählt. Eine von ihm produzierte Aschewolke brachte 2010 nahezu den gesamten Flugverkehr Europas zum Erliegen.

Über Vulkanlandschaften und Wüsten hinaus ist Islands  Landschaft geprägt von Wasserformationen und Gletschern. Während der Eiszeit komplett vergletschert, sind heute nur noch 11% der Landesfläche mit Eis bedeckt, wobei der Vatnajökull-Gletscher mit seiner bis zu 1.000 m dicken Eiskappe Europas eisreichsten Gletscher darstellt. Doch damit haben die Superlative noch lange kein Ende. Auch der energiereichste Wasserfall - der Dettifoss - ist auf Island zu finden und ist einer von zahlreichen Wasserfällen und Geysiren, die der Insel ihren ursprünglichen Charme verleihen. Und auch Seen und Flüsse sind auf der wasserreichen Insel in rauen Mengen vertreten.

Trotz des mildernden Einflusses des Golfstroms ist die isländische Tier- und Pflanzenwelt arktisch geprägt und deutlich weniger artenreich als in anderen europäischen Regionen. Die ursprüngliche Flora war neben Flechten und Moosen vor allem von dichten Birkenwäldern geprägt, welche im Zuge der Erschließung Islands größtenteils abgerodet wurden. Heute gehören dementsprechend weite Graslandschaften mit Schafen und den weltbekannten Islandpferden zum Erscheinungsbild der Inseln.

Endlose Waldlandschaften sucht man demnach vergebens auf Island, wird aber dafür überall mit weitläufigen Panorama-Ansichten und spektakulären Naturerscheinungen überrascht, die in jedem Fall ein Outdoor- oder Camping-Abenteuer wert sind.

Das isländische Klima

Dank des Einflusses des warmen Golfstromes (Irmingerstrom) herrscht auf Island ein verhältnismäßig mildes Klima mit sommerlichen Tagesdurchschnittstemperaturen von 12-15 Grad und winterlichen von 0-3 Grad. Somit ist mit kühlen Sommern und milden Wintern zu rechnen – perfekt für ausgedehnte Wander-oder Trekkingtouren. Allerdings sollte man bei der Tourenplanung auch den möglichen Niederschlag berücksichtigen, da dieser großen regionalen Schwankungen unterliegt. Während im Norden Islands durchschnittlich mit lediglich 600 mm zu rechnen ist, sind im Süden (beispielsweise auf dem Vatnajökull) durchaus 4.000 mm normal. Um sicher zu stellen, dass dein Outdoor-Abenteuer in Island nicht ins Wasser fällt, solltest du entsprechende Funktionskleidung und wetterbeständige Ausrüstung einpacken.

Durch Islands Zuordnung zur UTC-Zeitzone (= deutsche Winterzeit-1 Stunde; deutsche Sommerzeit-2 Stunden) kann man im Sommer das Phänomen der unechten Mitternachtssonne bewundern, bei dem der Zeitpunkt des Sonnenuntergangs nach Mitternacht liegt. Besonders auf Campingtouren hat dies einen ganz besonderen Reiz, kann aber auch den Schlafrhythmus etwas durcheinander bringen. Wer besonders lichtempfindlich ist, sollte also unbedingt eine Schlafbrille einpacken.

Mehr über die Inseln Island erfahrt ihr in Kürze hier. Und wenn euch dieser erste Einblick schon gereicht hat, um vom Reisefieber gepackt zu werden, helfen euch die folgenden Artikel sicherlich bei der Urlaubsplanung: 

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Im Dschungel der Mitnahmebestimmungen – Was darf ins Fluggepäck?

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