Konzentration und Entspannung bei einer faszinierenden Sportart

Von Stefan Roos

Unser Mitarbeiter Stefan Roos, begeisterter Allround-Outdoorsportler, hat vor einiger Zeit das intuitive Bogenschießen für sich entdeckt.

 

Heute geht es einmal nicht um Wandern, Bergsteigen, Klettern oder Biken (liebe ich alles nach wie vor!), sondern um eine Sportart, die mich ziemlich schnell ziemlich stark in ihren Bann gezogen hat. Die Rede ist vom Bogenschießen.

Nach einigen verschiedenen Ansätzen und Versuchen bin ich sehr schnell beim intuitiven Bogenschießen gelandet. Dabei fixiert man mit beiden Augen das Ziel und den Rest macht der Kopf. Wenn also die Technik stimmt, dann sollte nach einiger Zeit der Pfeil im anvisierten Ziel stecken. Das ist wie Magie, und darin liegt für mich die nie endende Faszination dieser Sportart.

Aus der Vielzahl von möglichen Bögen habe ich mir Bögen aus der traditionellen Sparte ausgesucht, also Bögen ohne Visier und Stabilisator. Anfangs habe ich einen Fred Bear Super Magnum aus dem Jahre 1968 geschossen, inzwischen bin ich mit zwei neuen Kiowas von Bearpaw glücklich, einem mit 35# Zuggewicht und einem mit 48# Zuggewicht.

Außer der Magie des intuitiven Treffens hat das Bogenschießen durch seine entspannende Wirkung einen hohen Stellenwert in meinem Leben eingenommen, und durch die vielen Varianten wird mir auch nie langweilig.

Möglichkeiten und Varianten


Man kann auf einem 3D-Parcours auf Tierattrappen aus jagdlicher Distanz schießen.
Meist im Verein, schießt man auf Scheiben aus unterschiedlich großen Distanzen.
Man kann Trickschüsse auf bewegliche oder sehr kleine Ziele trainieren.
Stump Shooting heißt das Schießen auf Totholz mit stumpfen Spitzen.
Alle diese Möglichkeiten oder auch Varianten davon lassen sich unter verschiedenen äußeren Bedingungen trainieren, die weitere Herausforderungen darstellen: Man schießt bei Wind und Wetter, Regen, Kälte, Schnee, Matsch, im Dunkeln, in der Nacht, im Schatten, gegen die Sonne …

Unter Anleitung beginnen


Wer jetzt neugierig geworden ist, der sollte sich nach einem Verein oder einem Trainer umschauen, denn der Bogensport ist sehr komplex und fast nicht autodidaktisch zu erlernen. Da ein abgelenkter, fehlgeschossener Pfeil großen Schaden anrichten kann, muss der Schütze sich jederzeit im Klaren darüber sein, was er gerade tut, und er ist für jeden seiner Pfeile verantwortlich.

Kann man dann sicher mit dem Bogen umgehen, möchte aber nicht in einen Verein eintreten, findet man per Internetrecherche sicher einen Schießplatz oder 3D-Parcours. (Mein „Heim-Parcours“ ist nur 24 Autominuten entfernt und ich hatte vorher noch nie davon gehört …)

Wer kompetitiv veranlagt ist und sich gerne mit anderen misst, der kann auch an Wettkämpfen teilnehmen. Aber mit 150 Bognern durch den Wald zu walzen und an jedem Ziel ewig rumzustehen, ist nicht meins. Nichtdestotrotz habe ich aus Freundschaft schon an zwei Turnieren teilgenommen, und das Nachtschießen in Jockgrim war wirklich von einem besonderen Reiz.

Viel Spaß beim Ausprobieren!

Treffer beim Bogenschießen

Frau beim Bogenschießen

Schießstand

Mann beim Bogenschießen

Bogenschießen

Bogen

Kinder beim Bogenschießen