Mit dem Rad schwungvoll und bequem in den Herbst

„Nichts ist vergleichbar mit der einfachen Freude, Rad zu fahren“, sagte einst John F. Kennedy, ehemaliger US-Präsident: Und recht hatte er – bequem im Sattel sitzend, kann man die Stadt erkunden, kleine Ausflüge in die Natur unternehmen oder aber zur großen Tour aufbrechen. Worauf du achten musst, egal ob du einen Tag oder mehrere Wochen unterwegs bist, verraten wir dir hier.

 

Um eine Radtour zu finden und sie planen zu können, stellen sich ähnliche Fragen wie bei der Planung einer Wanderung: Wie lange möchte ich unterwegs sein – Stunden, Tage oder vielleicht Wochen? Wie lang darf eine Tagesetappe für mich persönlich dauern? Wer kommt mit auf die Tour – und wer hat ganz besondere Bedürfnisse, die ich berücksichtigen muss? Möchte ich gemütlich vor mich hin radeln oder lieber sportlich-rasant unterwegs sein? Liegt mir ausschließlich das Naturerleben am Herzen oder möchte ich auch die Sehenswürdigkeiten und die Kultur in der Umgebung genießen? Möchte ich von einem „Basecamp“ jeden Tag erneut aufbrechen oder lieber eine Radwanderung unternehmen? Wo möchte ich schlafen – genügt mir mitunter ein Zelt oder möchte ich mich jeden Abend in ein gemütliches Hotelbett legen können?
 
 

Wohin geht dir Tour?
 

Eine gute Planung ist auch bei Radtouren unerlässlich: Nachdem alle wichtigen Vorbereitungsfragen geklärt sind, sollte man deshalb gerade bei Mehrtagestouren die einzelnen Etappen festlegen. Bei Touren mit mehreren Teilnehmern sollte selbstverständlich stets Rücksicht auf das „schwächste“ Mitglied genommen werden. Zunächst sollte man also noch gemütlich losfahren – hat man dann seine Kondition getestet und nach mehreren Tagen vielleicht sogar gesteigert, kann man später ruhig 60 Kilometer oder mehr pro Tag zurücklegen.
 

 
Setze dir Ziele – aber lass dir Zeit

 
Wind und Wetter sind wichtige Anhaltspunkte für das Gelingen einer Tour – deshalb sollte man sich vorab über den Wetterbericht informieren, außerdem über schwierige oder vielleicht sogar unpassierbare Teilstrecken, über Verbindungen mit Zug und Schiff und natürlich die Übernachtungsmöglichkeiten. Sich über die Sehenswürdigkeiten am Wegesrand zu informieren und die Besuche so zu legen, dass sie eine Abwechslung zur Fahrt bieten, ist ebenfalls sehr empfehlenswert. Der unmittelbare Kontakt zur Natur wird trotz aller Planung noch reizvoller, wenn man sich die Zeit nimmt, auch einmal eine längere Pause einzulegen, einen Abstecher zu machen oder aber eine Alternativroute zu fahren – deshalb sollte man die Etappen und Ziele zeitlich nicht allzu eng stecken, sondern einen zeitlichen Puffer einplanen.
 

 
Welches Rad für welche Tour?

 
Für Tagestouren, bei denen man – abgesehen vom gut und bequem sitzenden Bikerucksack – auf die Mitnahme von Gepäck verzichtet, genügt ein normales Stadt- oder Tourenrad. Plant man jedoch eine Mehrtagestour oder eine Radreise, die sich über Wochen erstreckt, sollte man auf ein Reiserad zurückgreifen. Diese Modelle sind sehr stabil und überzeugen dennoch durch ihr nur geringes Eigengewicht. Dank des verwindungssteifen Rahmens kann das Rad auch bei größerem Gepäck bequem die Spur halten. Bei längeren Touren lohnt sich auch die Investition in einen Lenker mit mehreren Griffpositionen.
 
 

Was muss mit? – Und worauf kann ich getrost verzichten?


 
Trotz der komfortablen Transportmöglichkeit verliert die Radtour durch zu viel Gepäck an Leichtigkeit und Dynamik. Einige notwendige Utensilien sollte man dennoch dabei haben, um auf alle Eventualitäten wie Regengüsse und kleinere Verletzungen, vorbereitet zu sein. Eine vorab erstellte Liste kann helfen, ganz einfach zwischen benötigtem Equipment und jenen Details, die unnötig ins Gewicht fallen, zu unterscheiden. Es kann auch helfen, nur so viele Dinge einzupacken, wie in zwei Einkaufstüten passen – schließlich hat man meistens nur die Packtaschen am Gepäckträger und die noch kompakteren Vorderradtaschen zur Verfügung.
Spezielle Funktionskleidung sorgt dafür, dass die Feuchtigkeit von der Haut abtransportiert wird und schützt vor Wundreibung. Helm und Radbrille gehören selbstverständlich zum Equipment, ebenso Schuhe mit speziellem Profil, die sicheren Halt auf dem Radpedal bieten – so wie beispielsweise die TEVA-Sneaker. Unverzichtbar ist auch ein First-Aid-Set, das bei Unfällen und Verletzungen schnell zur Hand ist. Ein Insektenschutzmittel schützt vor Mückenattacken – und auch wenn die Herbstsonne nun nicht mehr allzu kräftig scheint, sollte man dennoch einen wasserfesten Sonnenschutz mit hohem Lichtschutzfaktor auftragen. Um auch den Drahtesel einsatzbereit zu halten, sollten auf einer längeren Tour eine Luftpumpe und Flickzeug, ein Ersatzschlauch, Ersatzseilzüge sowie Kleinteile wie 2-Komponenten-Kleber, Muttern, Schrauben und vieles mehr mit ins Gepäck. 
 
 
Informationen rund ums Radfahren stellt der Allgemeine Deutsche Fahrradclub zur Verfügung

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