Ursprünglichkeit trifft auf Kultur: Wandern auf dem Natursteig Sieg

Entlang des Flussverlaufs der Sieg schlängelt sich der Wanderweg Natursteig Sieg durch das Gelände. Auf über 160 Kilometern kommen Wanderfreunde, Trekkingfans und aktive Familien voll auf ihre Kosten. Ein abwechslungsreiches Freizeitangebot, naturbelassene Wege sowie eine hervorragende Infrastruktur garantieren Wandervergnügen für jedermann.

 

Die Sieg ist ein Nebenfluss des Rheins und fließt durch Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Sie entspringt im Siegerland im Rothaargebirge und mündet nördlich von Bonn in den Rhein. Das Siegtal ist geprägt von einsamen Naturlandschaften, einem abwechslungsreichen Flussverlauf und atemberaubenden Aussichten.

Der Natursteig Sieg erstreckt sich abseits der hoch frequentierten Touristenpfade. Was ihn besonders macht, ist seine Ursprünglichkeit. Nur wenige der Wege entlang der Sieg sind geteert, die meisten sind naturbelassen und historisch geprägt. Selten geht es strikt geradeaus: Die Pfade führen durch unterschiedliche Landschaftsbilder. Streckenabschnitte entlang des Flusses wechseln sich mit steileren Passagen ab, an deren Ende sich ein herrlicher Ausblick über das Siegtal bietet. Aufgrund der wenigen geteerten Wegabschnitte ist es ungünstig, einen Kinderwagen mitzunehmen. Familien sollten daher erst mit Kindern ab sechs Jahren den Natursteig begehen.

Seit Anfang Mai gibt es insgesamt elf Etappen auf dem Natursteig, bis Ende August sollen noch einmal drei weitere hinzukommen. Jede Etappe ist einzigartig. Verschiedene Naturhighlights und kulturelle Besonderheiten prägen die einzelnen Abschnitte ebenso wie unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Die Etappen sind zwischen 11 und 20 Kilometern lang und können entweder nacheinander abgelaufen oder als Tagestrip einzeln begangen werden. Anfangs- und Endpunkte jeder Etappen sind gut ans öffentliche Nahverkehrsnetz angebunden.

Der Natursteig Sieg ist mit dem Prädikat „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ ausgezeichnet. Damit ein Wanderweg dieses Gütesiegel verliehen bekommt, muss er den deutschlandweiten Standards entsprechen und ein komplexes Bewertungssystem durchlaufen. Er wird hinsichtlich neun Kern- und 23 Wahlkriterien untersucht. Die Kriterien stellen Vorgaben an Wegeformat, Wanderleitsystem, Natur und Landschaft, Kultur und Zivilisation. So müssen beispielsweise 35% der Gesamtstrecke naturbelassene Wege umfassen oder ein gewisses Erlebnispotential gegeben sein.

Die Etappen auf dem Natursteig Sieg sind als „leicht“, „mittel“ und „schwer“ ausgewiesen. Tatonka stellt dir für jede Kategorie eine Etappe als Tourentipp vor.
 

Leicht: Etappe 1 – Von Siegburg bis Hennef: „Wälder, Wasser, Wallfahrten“

Auf den Spuren der ersten Siedler im Siegtal wanderst du durch waldreiche Strecken, vorbei an Wasserläufen und ehemaligen Wallfahrtsorten. Die Etappe erstreckt sich über 14,4km und man sollte ca. 4,5 Stunden einplanen. Mit Siegburg und Honnef verbindet sie die zwei größten Städte an der Sieg. Viele Pfade führen durch den Wald oder nahe am Fluss entlang. Dazwischen liegen auch immer wieder große Etappen, in denen du freies Feld durchqueren musst. Ein Abstecher auf den Michaelsberg sowie an die Wahnbachtalsperre ist empfehlenswert. Insgesamt bewältigt man auf der Strecke einen Auf- bzw. Abstieg von 290 Höhenmetern.

 

Mittel: Etappe 3 – Von Bahnhof Blankenberg bis Bahnof Merten: „Spektakuläre Burg, wildromantische Bachtäler“

Diese abwechslungsreiche Etappe eignet sich bestens für einen Familienausflug. Unterwegs gibt es viel zu bestaunen, allerdings ist die Strecke stark landschaftlich geprägt, weshalb man selten auf ein Restaurant stößt. Ausreichend Verpflegung darf also im Gepäck nicht fehlen. Die Etappe gleicht einer Zeitreise ins Mittelalter. Auf der Burgruine Blankenburg und im mittelalterlichen Städtchen kann die ganze Familie die aufregende Atmosphäre vergangener Zeiten erleben. Entlang des Weges laden schöne Lichtungen zum Rasten ein, bunte Obstwiesen und der Bach Krabach ergänzen das farbenfrohe Panorama entlang des Weges. Die dritte Etappe des Natursteig Sieg umfasst 12,9 km, dauert 4 Stunden und überbrückt 390 Höhenmeter.

 
Schwer: Etappe 5 – Von Eitorf bis Bahnhof Herchen: „Steten Wechsel in Ruhe genießen“

Diesen Streckenabschnitt sollten sich nur gut trainierte Wanderer zutrauen. Über 700 Höhenmeter führt Etappe 5 durch Wald, Bachtäler und offene Hochflächen. Sie ist 21,5 km lang und man sollte mindestens sieben Stunden dafür einplanen. Die Landschaften wechseln sich hier oft ab: Wald, Wiese, Feld, Berg und Tal geben sich die Hand. Mit einem sanften Auf-und-Ab ist also die ganze Etappe über zu rechnen. Entlohnt wird man von herrlichen Ausblicken vom Hensberg und vom Örtchen Neuendorf aus über das Windecker Ländchen. Weitere Infos zum Natursteig Sieg, seinen Kooperationpartnern, Sehenswürdigkeiten und Übernachtungsmöglichkeiten findest du hier.

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